Deichmann: Rekordjahr seit Bestehen
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16.03.2017 | Die Deichmann-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Bruttoumsatz von 5,6 Milliarden Euro (netto: 4,8 Milliarden Euro) und somit den höchsten in seiner Unternehmensgeschichte erzielt. Die Deichmann SE ist in 23 europäischen Ländern sowie in den USA mit insgesamt 3.857 Geschäften und 38.252 Mitarbeitern präsent. Zum Konzern gehören neben den Deichmann-Filialen unter anderem Snipes, Onygo, Buffalo, Dosenbach/Ochsner/Ochsner Sport (Österreich), in den Niederlanden (vanHaren) und in den USA (Rack Room Shoes/Off Broadway). In Deutschland gehört zudem die Roland SE zur Unternehmensgruppe. Mit der MyShoes SE ist das Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. Im laufenden Jahr plant das Unternehmen zirka 232 Millionen Euro in die internationale Infrastruktur zu investieren. In Deutschland sollen 2017 rund 92 Millionen Euro investiert werden.

„2016 war für uns ein gutes Jahr. Wir haben uns sowohl stationär als auch online weiter positiv entwickelt und sind auch flächenbereinigt gewachsen“, erläutert Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann SE. „Diese guten Ergebnisse sind nicht selbstverständlich, denn die generelle Situation im Schuhhandel ist schwierig. Uns ist es gelungen, uns vom Markttrend abzukoppeln. Mit unserem starken Mutterunternehmen Deichmann in Ergänzung mit Spezialkonzepten wie Snipes oder Onygo und einer konsequenten Omnichannel-Ausrichtung sind wir sehr gut aufgestellt. Auch mit unserer Diversifikationsstrategie, zu der im vergangenen Jahr auch der Erwerb der Marke Buffalo gehörte, erschließen wir uns neue Wachstumsfelder.“ In Deutschland legte der Umsatz der Deichmann-Gruppe mit einem Plus von 5,9 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro (netto 1,9 Milliarden Euro) deutlich zu. Flächenbereinigt ist dies ein Plus von 3,2 Prozent. Die Unternehmensgruppe betrieb in Deutschland im vergangenen Jahr 1.424 Filialen (davon gehörten unter anderem 56 zu Roland, 39 zu MyShoes). Das sind 33 mehr als im Vorjahr. 73 Millionen Paar Schuhe wurden verkauft.

Die gesamte Gruppe erreichte über alle Länder betrachtet ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 5,6 Prozent. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz um 2,3 Prozent. 173 Millionen Paar Schuhe hat die Gruppe 2016 in ihren Filialen und Onlineshops verkauft – etwa eine Million Paar mehr als im Vorjahr. 60 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen inzwischen im Ausland. „Nach wie vor ist Deutschland unser wichtigster Markt, aber das Auslandsengagement nimmt an Bedeutung immer weiter zu“, sagt Heinrich Deichmann. So will Deichmann in diesem Jahr erste Geschäfte in Belgien und Frankreich eröffnen. Ab Sommer sollen die ersten Shops an den Start gehen, um erste Erfahrungen zu sammeln. Außerdem soll parallel der Onlineshop für Frankreich in Netz gehen. Mit der niederländischen Tochtergesellschaft vanHaren wird das Unternehmen 2017 in den belgischen Markt eintreten. Im April werden zwei Filialen in Flandern eröffnet. Zudem können die Kunden in Belgien demnächst in einem eigenen belgischen Onlineshop bestellen. Für das laufende Jahr plant die Gruppe international die Eröffnung von 262 neuen Filialen. Dem stehen 114 Schließungen im Zuge von Standortoptimierungen gegenüber. Außerdem sollen 185 Geschäfte gruppenweit modernisiert werden.

Auch digital will das Unternehmen weiterwachsen. In Deichmann-Gesellschaften sollen nach Aussgae des Unternehmens bereits zehn Prozent des Umsatzes über Omnichannel-Services erzielt werden. Zurzeit verkauft die Gruppe ihre Produkte über 29 eigene Onlineshops und vier Online-Marktplätze. 2017 sind weitere E-Shops in den jeweiligen Märkten und damit verbundene Serviceangebote in Planung. Die Omnichannel-Services wie zum Beispiel der Heimlieferdienst „Ship to home“ aus den Filialen werden weiter ausgebaut. Momentan testet das Unternehmen in fünf speziellen Omnichannel-Filialen im Stuttgarter und Essener Raum, wie der stationäre mit dem Onlinehandel besser verzahnt werden kann. Kunden können über Touchscreens den gesamten Bestand einsehen, Mitarbeiter arbeiten mit Handhelds und Scanfunktion mit denen sie Bestandsverfügbarkeit überprüfen können. Beim niederländischen Tochterunternehmen vanHaren läuft dieses Testprojekt seit rund einem Jahr und präsentiert sich bereits über 20 Omnichannel-Filialen.  „Unsere Kunden entscheiden sich heute täglich neu, wo und wie sie sich informieren und kaufen wollen. Wir wollen überall dort präsent sein, wo sich unsere Kunden bewegen und ihnen unser gesamtes Sortiment präsentieren. Mit unseren Omnichannel-Services machen wir ihnen das Wechseln zwischen den verschiedenen Kanälen und den Einkauf so leicht wie möglich“, betont Heinrich Deichmann. (Bild oben: Heinrich Deichmann an neuem Onlineterminal in Essener Omnichannel-Testfiliale, ©Deichmann). www.deichmann.com

 

 

 

 

 

 

16.03.2017