Gerry Weber: Prognose bestätigt
Gerry Weber, Proognose, GEschäftsjahr 2016/17, FIT4GROWTH, Neuausrichtung, Kosteneinsparung

16.03.2017 | Trotz Umsatzrückgang zeigen die Einsparungsmaßnahmen bei Gerry Weber erste Erfolge für den Modekonzern. In Zahlen ausgedrückt liegt der Umsatz für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 bei 209,2 Millionen Euro nach 213,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Im Quartalsvergleich verringerte sich der Umsatz bei den Core-Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon um 2,4 Prozent, was das Unternehmen mit dem Umsatzrückgang im Retailbereich begründet. Auch die fehlenden Umsätze aus den bereits im Vorjahr erfolgten Filialschließungen sowie niedrigere Umsätze auf vergleichbarer Core Retail-Fläche in Höhe von Minus 3,4 Prozent haben sich umsatzmindernd ausgewirkt. Hatte der Umsatzrückgang auf vergleichbarer Fläche im 1. Quartal des Vorjahres noch  Minus 7,5 Prozent betragen, so zeigten die Maßnahmen zur Modernisierung der Marken erste positive Auswirkungen, so das Unternehmen. Mit dem Rückgang von Minus 3,4 Prozent entwickelte sich der Umsatz des Core Retail-Bereiches in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres nahezu parallel zum Markttrend, der einen Umsatzrückgang von rund drei Prozent verzeichnete. Vor Zinsen und Steuern haben die Westfalen ihren Quartalsgewinn allerdings von 3,9 Millionen Euro auf 4,1 Millionen Euro gesteigert.

Die umgesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung aber zeigen erste positive Effekte, insbesondere auf die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Kernbereichs. So präsentiert der Konzern trotz der Expansion von Hallhuber und den damit verbundenen Kosten ein Konzern-Ergebnis vor EBITDA, das sich um 7,7 Prozent auf 15,6 Millionen verbesserte. Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der Gerry Weber International AG, erklärt: „Das 1. Quartal 2016/17 zeigt, dass das Programm zur Neuausrichtung FIT4GROWTH erfolgreich wirkt und erste Früchte trägt. Die bereits umgesetzten Maßnahmen haben sich nicht nur positiv auf die Kostenstruktur des Core-Bereiches ausgewirkt, sondern wir haben auch die Modernisierung unserer Marken vorangetrieben. Jetzt gilt es, die Neuausrichtung weiter mit voller Kraft umzusetzen, um nach der Phase der Stabilisierung wieder nachhaltig wachsen zu können.“

Der Vorstand bestätigte außerdem seine gegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2016/17. Der Vorstand prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt einen Konzernumsatz, der zwei bis vier Prozent unterhalb des Vorjahreswertes liegen wird (Vorjahr: EUR 900,8 Mio.). Entsprechend geht der Vorstand von einem Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Konzern-EBITDA reported) zwischen 60 und 70 Millionen Euro aus (Vergleich zum Vorjahr: 77,3 Millionen Euro). Darin enthalten sind Abschreibungen in Höhe von rund 48 bis 50 Millionen Euro, sodass die Erwartung für das operative Konzernergebnis zwischen zehn und 20 Millionen Euro liegt. (Bild: Samoon, FS 2017 Kollektion) www.gerryweber.com

16.03.2017