Gerry Weber: Trotz Umsatzrückgang genau im Plan
Gerry Weber: Trotz Umsatzrückgang genau im Plan

14.06.2017 | Die Gerry Weber Gruppe hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 einen Umsatzrückgang von 3,6 Prozent auf 427,8 Millionen Euro zu verzeichnen. Unter dem Strich brach der Überschuss laut Unternehmen von drei Millionen auf 1,7 Millionen Euro ein. Dennoch sieht Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der Gerry Weber International AG, die Lage positiv: „Mit den Zahlen des 1. Halbjahres 2016/17 liegen wir genau im Plan und sind zuversichtlich, die selbst gesteckten Ziele für das gesamte Geschäftsjahr zu erreichen. Das Marktumfeld ist anhaltend schwierig, aber wir haben rechtzeitig darauf reagiert. Erste Erfolge sind nicht nur auf der Kostenseite ersichtlich, sondern zeigen sich auch in der wieder zunehmenden Akzeptanz unserer Mode bei den Kundinnen und bei unseren Wholesale-Partnern. Unsere im letzten Sommer eingeführte Marke ‚Talkabout‘ entwickelt sich online wie auf den Flächen unserer Wholesale-Partner prächtig. Mit derzeit 83 Talkabout-Flächen sind wir optimistisch, unser Jahresziel von insgesamt 120 bis 150 Flächen zu erreichen. Ferner nutzen wir dieses Jahr der Stabilisierung, um neue Modelle bei der Flächenbewirtschaftung umzusetzen, innovative Ideen voranzutreiben und uns weiterhin an den sich rasant verändernden Marktbedingungen auszurichten. Wir sind in den letzten Monaten nicht nur moderner und mutiger bei der Entwicklung unserer Kollektionen geworden, sondern hinsichtlich unserer Prozesse und Abläufe auch deutlich innovativer und schneller.“

Weber sprach außerdem von ersten Erfolgen auf der Kostenseite. So ist das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) vergleichsweise leicht um rund drei Prozent auf 28,9 Millionen Euro zurückgegangen. Ein weiterer Faktor, der den Umsatz entscheiden beeinflusste sieht das Unternehmen in der Schließung von Filialen im Rahmen des Programms ‚Fit4Growth‘ zur Neuausrichtung der Gruppe mit den Marken Gerry Weber, Taifun, Samoon und Talkabout. Außerdem wird angemerkt, dass die Erfolge auf Kostenseite durch eine Bereinigung von Warenbeständen aus den Vorjahren überkompensiert, so dass sich das Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Konzern-EBITDA) des ersten Halbjahres 2016/17 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr leicht um 3,3 Prozent auf 28,9 Millionen Euro verminderte. Nach Abschreibungen von 21,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres beliefen sich diese in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 22,9 Millionen Euro. Der Anstieg in Höhe von 1,4 Millionen Euro oder 6,7 Prozent beruht auf der vollständigen Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums. Entsprechend verminderte sich das operative Konzernergebnis (Konzern-EBIT) von 8,4 Millionen Euro 6,0 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016/17.

Der Vorstand prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt einen Konzernumsatz, der zwei bis vier Prozent unterhalb des Vorjahreswertes liegen wird (Vorjahr: 900,8 Millionen Euro). Entsprechend geht der Vorstand von einem Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Konzern-EBITDA reported) zwischen 60 und 70 Millionen Euro aus (Vorjahr: EUR 77,3 Mio.). Darin enthalten sind Abschreibungen in Höhe von rund 48 bis 50 Millionen Euro, sodass die Erwartung für das operative Konzernergebnis (Konzern-EBIT reported) zwischen EUR 10 und 20 Mio. liegt. (Bild: Gerry Weber F/S Kollektion 2017) www.gerryweber.com

 

14.06.2017